Das Imagogramm

Mein Selbstportrait

 

Die begehbare Kamera IMAGO 1:1 ist ein Medium der gestaltenden Begegnung. Innerhalb der Kamera spielt sich ein einmaliger Dialog ab, bei dem Subjekt und Objekt zu einem Dritten verschmelzen: Der Mensch bildet sich in der Kamera selbst ab und bannt - den Augenblick selbst bestimmend - diesen Prozess in Lebensgröße auf Fotopapier.

Das Imagogramm entsteht über den direkten Weg des Lichts; wie ein Abdruck der eigenen Person. Das Licht, das die Person in Form eines Blitzes im Moment des Auslösens trifft, wird unmittelbar auf das fotografische Papier geworfen und löst somit den fotochemischen Prozess aus. Die Fotografie ensteht.

Werner Kraus, der Erfinder der Kamera, formulierte den Prozess wie folgt:

"Sie betreten die Kamera, schließen die Tür hinter sich und stehen Ihrem Spiegelbild gegenüber, wie einer der einem guten Freund begegnet...und trotzdem sind Sie sich fremd. Sie sehen sich in einem Umkehrspiegel, der Sie nicht wie gewohnt seitenverkehrt sondern seitenrichtig zeigt. Das ist der Augenblick ein Bild Ihrer Vorstellung zu gewinnen. So schlüpfen Sie in die Rolle des Photographen und sind zugleich Ihr eigenes Sujet, dass Sie zu Ihrem Bild formen können. Eine reflektierte Selbstinszenierung auf der Suche nach dem unbekannten Ich."